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Arch Linux – Installation

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Warum sollte man Arch Linux verwenden?

Als erstes sei gesagt, dass diese Distribution nichts für Anfänger ist, ABER wenn man als Linux-User schon einige Erfahrungen mit der Kommandozeile gesammelt hat und z.B. Debian bereits ohne grafische Oberfläche installiert hat, kann man viel von diesem Linux-System lernen. Das “lernen” möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, denn wer nichts über Linux lernen möchte und das System nur zum arbeiten nutzen möchte, der ist hier falsch. Das fängt bereits bei der Installation an, die ohne grafische Oberfläche daherkommt und das aus gutem Grund, denn wer an dieser Hürde bereits scheitert, sollte das System auch nicht nutzen. Momentan habe ich “Arch Linux” auf meinem normalen PC installiert (+ Windows7), auf meinem Netbook habe ich jedoch “Ubuntu 11.04″ installiert, da es einfach out-of-the-box funktioniert und ich somit bisher noch keine großen Probleme damit hatte.

Die Philosophie von Arch Linux -> https://wiki.archlinux.org/index.php/The_Arch_Way -> Simplicity is the ultimate sophistication. (~ Höchste Verfeinerung mündet im Einfachen.) — Leonardo Da Vinci


Hier noch einige hilfreiche Links zur Installation:
https://wiki.archlinux.de/title/Anleitung_f%C3%BCr_Einsteiger
https://wiki.archlinux.de/title/Offizielle_Arch_Linux_Installations-Anleitung


Einleitung

In diesem HowTo beschreibe ich wie man Archlinux installiert und ggf. wenn dies gewünscht ist optimiert. Am Ende haben wir ein schnelles Linux-System, welches wir ganz nach unseren Wünschen anpassen können, mit der neusten Software ausgestattet ist und eine grafische Oberfläche hat. “Arch Linux” hat ein wunderschönes Wiki, welches sehr umfangreich ist und auch bei Problemen mit anderen Distributinen weiterhilft, jedoch kann man am Anfang ein wenig von den ganzen Infos erschlagen werden, daher schreibe ich auch gerade dieses HowTo. :-) (Ggf. kann man die Installatin auch im Vorfeld mithilfe von VirtualBox – http://www.virtualbox.org/ ausprobieren.)

Zu aller erst muss man sich das aktuelle Image von Arch Linux runterladen. -> http://ftp.hosteurope.de/mirror/ftp.archlinux.org/iso/latest/ <- anschließend die ISO auf eine CD brennen und es kann losgehen!


1.) Boot

Beim start der CD wählen wir folgenden Eintrag im Boot-Menü -> “Boot Arch Linux” …


arch_linux_grub
arch_linux_grub


2.) die Shell

… dann kommen wir zum nächsten Bildschirm und landen direkt in der Shell, hier führen wir folgenden Befehl aus, um das deutsche Tastaturlayout zu laden, nachdem wir uns per root eingeloggt haben. PS: die meisten Befehle funktionieren nicht nur unter Arch Linux ;-)


loadkeys de

Tipp: y = z

arch_linux_install_1
arch_linux_install_1

3.) Start der Installation

Als nächstes möchten wir die Installation starten …

/arch/setup

… und installieren das Grundsystem.

arch_linux_install_2
arch_linux_install_2


4.) Installationsquelle Auswählen

“Select Source”: Nun müssen wir auswähen, on wir die Daten von der CD-ROM oder Dateien aus dem Internet nutzen möchten, falls du die Net-Install-ISO heruntergeladen hast, wählst du “net” aus, ansonsten “cd”.


arch_linux_install_3
arch_linux_install_3

(mit “Cancel” kommt du immer einen Menü-Punkt zurück)


5.) Time

“Set clock”: Danach stellen wir das Datum und die Zeit ein.


6.) Festplatte vorbereiten

“Prepare Hard Drive(s)”: Nun müssen wir Partitione erstellen und festlegen, wo diese genutzt werden sollen (mountpoints) ggf. kann man zum erstellen der Partitionen auch im Vorfeld z.B. http://gparted.sourceforge.net/livecd.php verwenden.


arch_linux_install_4
arch_linux_install_4


6.1) “Auto-Prepare” : Wähle diese Option nur aus, wenn du allein “Arch Linux” auf einer Festplatte instllieren möchtest, da die automatische Partitionierung die vollständige Festplatte benutzt.


arch_linux_install_5
arch_linux_install_5


6.2) “Manually Partition Hard Drives”: Wähle diese Option, wenn du die Partitionen entweder bereits im Vorfeld angelegt bzw. diese nun anlegen möchtest. Es folgt meine akuelle Konfiguration


Windows_and_Linux
Windows_and_Linux


7.) Grundsystem auswählen

“Select Packages”: Hier wählen wir das Grundsystem (base) aus und unter dem Punnkt “base-devel” -> “wireless_tools”, falls du W-Lan nutzen möchtest.


arch_linux_install_11
arch_linux_install_11


8.) Grundsystem installieren

“Install Packages”: Nachdem wir diesen Punkt ausgewählt haben, wird das Grundsystem nun installiert.


9.) Grundsystem konfigurieren

“Configure System”: Kommen wir nun zur Konfiguration…


/etc/rc.conf:

Hier werden die meisten Grundeinstellungen vorgenommen, z.B. die Sprache und der Name des neuen Systems …

[...]
LOCALE="de_DE.UTF-8"
HARDWARECLOCK="localtime"
TIMEZONE="Europe/Berlin"
KEYMAP="de-latin1-nodeadkeys"
loadkeys de
[...]
HOSTNAME="ArchLinux"
[...]

Ggf. muss man noch andere Dinge im Netwerk-Bereich anpassen, z.B. falls “eth0″ nicht das genutzte Netzwerk-Interface ist.

Tipp: [strg] + [alt] + [f2] -> ifconfig


/etc/fstab:

“In der Datei /etc/fstab sind alle Datenträger bzw. Partitionen eingetragen, die beim Systemstart automatisch eingehängt werden sollen [3]. Zusätzlich enthält fstab noch einige vom System/Kernel benötigte Dateisysteme. Außerdem kann man durch entsprechende Einträge in fstab das temporäre Einbinden von Datenträgern vorbereiten (siehe mount) und entfernte Dateisysteme oder Netzwerk-Freigaben statisch ins lokale Dateisystem einbinden (z.B. mit sshfs oder cifs).” – http://wiki.ubuntuusers.de/FSTAB


In dieser Datei musst du wahrscheinlich momentan nichts ändern, da “Arch Linux” die entsprechenden Einträge bereits gesetzt hat.


arch_linux_install_12
arch_linux_install_12


/etc/mkinitcpio.conf:

Diese Datei konfiguriert “initramfs” (http://de.wikipedia.org/wiki/Initramfs) und auch hier musst du nichts ändern.


/etc/resolv.conf:

Falls du statische IP-Adressen in deinem Netzwerk einsetzt und keinen DHCP-Server aktiv hast, musst du hier den zu nutzenden DNS-Server eintragen, falls dies nicht der Fall ist brauchst du auch diese Datei nicht ändern.


/etc/hosts:

Hier sollte “Arch Linux” bereits den Hostnamen, welcher unter “/etc/rc.conf” angegeben wurde automatisch eingetragern haben, falls dies nicht der Fall sein sollte, muss man dies wie folgt anpassen.


arch_linux_install_13
arch_linux_install_13

(ArchLinux durch deinen eigenen Hostnamen ersetzen)


/etc/hosts.deny & /etc/hosts.allow:

Diese Dateien sind nur hilfreich, wenn du einen SSH-Server auf dem PC installieren möchtest, denn hiermit kannst du bestimmte IP-Adressen ausspeere bzw. erlauben.


/etc/locale.gen:

In dieser Datei musst du einen Zeichensatz, am besten den deutschen freischalten, indem du das “#” am Anfang der Zeile entfernst…

[...]
de_DE.UTF-8 UTF-8
de_DE ISO-8859-1
de_DE@euro ISO-8859-15
[...]


/etc/pacman.conf:

Pacman ist der Paket-Manager von “Arch Linux”, vergleichbar mit apt-get von Debian/Ubuntu und mithilfe dieser Datei kann man das Programm Konfigurieren, z.B. welche Quellen zur Verfügung stehen: [core], [extra], and [community]. Wenn du gerade ein 64-Bit System installierst, solltest du auch noch [multilib] freischalten, indem du diese einkommentierst. Ggf. kann man auch noch [testing] hinzufügen, aber wie der Name schon sagt, sind diese Quellen zum testen und nicht zum arbeiten gedacht.

[...]
SyncFirst = pacman kernel26-headers
Architecture = auto
[...]
#[testing]
#Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
[core]
Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
[extra]
Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
[community]
Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
#[community-testing]
#Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
[multilib]
Include = /etc/pacman.d/mirrorlist
[...]

weiter Infos zu “pacman.con” findest du unter: http://www.archlinux.org/pacman/pacman.conf.5.html


/etc/pacman.d/mirrorlist:

In dieser Datei gibt man an, von welchem Spiegel-Server Pacman die Daten nun wirklich laden soll. Da wir aus Deutschland die Server in Deutschland wahrscheinlich schneller erreichen als im Ausland, schalten wir einige der Server unter “Germany” frei, indem wir diese einkommentieren. Später können wir mithilfe des Scripts “rankmirrors” (https://wiki.archlinux.org/index.php/Beginners’_Guide#.2Fetc.2Fpacman.d.2Fmirrorlist) die Server herausfinden, welche wirklich für uns am schnellsten sind oder ggf. auch die Quellen hier generieren lassen: http://www.archlinux.org/mirrorlist/


Sobald du die Konfiguration abgeschlossen hast, musst du unten in diesem Menü das Root-Passwort und deine Änderungen mit “Done” bestätigen.


arch_linux_install_14
arch_linux_install_14


10.) der Bootlaoder (GRUB)

“Install Bootloader”: Es kommt natürlich darauf an, was du zuvor konfiguriert hast, jedoch will man meistens den aktuellen Bootloader ersetzen. Standard: /dev/sda (sda wäre hier die Festplatte auf die Arch installiert ist) ggf. Hilfe der folgede kleie Text um zu verstehen, wohin man den Bootloader installieren muss. -> http://suckup.de/blog/2011/01/25/der-bootvorgang-wie-faehrt-ein-pc-hoch/


11.) Installation beenden

“exit”: Nachdem der Bootloader erfolgreich installiert wurde, beenden wir die Installation und starten das System neu (reboot)


arch_linux_install_15
arch_linux_install_15


12.) Start & Update

Nun starten wir unser Arch Linux und laden in der Kommandozeile, da wir bisher noch nichts weiter installiert haben. :-) Als nächstes führen wir ein Update mithilfe des folgeden Befehls aus.

pacman -Syu


arch_linux_install_16
arch_linux_install_16


13.) User anlegen + sudo-Rechte gewähren

useradd -m -g users -G audio,lp,optical,storage,video,wheel,games,power -s /bin/bash USERNAME

… und “USERNAME” durch deinen eigentlichen User-Namen ersetzten. Hier folgen weiter Infos zu den Gruppen (audio,lp,optical…) : https://wiki.archlinux.org/index.php/Groups


arch_linux_install_17
arch_linux_install_17

Als nächstes vergeben wir ein passwort für den neuen User…

passwd USERNAME

… und installieren nun “sudo”, so dass man als normaler User Programme mit Root-Rechten ausführen kann, wenn dies gefordert ist.

pacman -S sudo
Tipp: pacman -Ss sudo -> sucht nach dem Paket sudo


Nun müssen wir noch z.B. einer der angegebenen Gruppen sudo-Rechte erteilen…

chmod o+w /etc/sudoers
vi /etc/sudoers
chmod o-w /etc/sudoers
su USERNAME
sudo su


sudoers
sudoers


Tipp: man kann auch z.B. nano anstatt vi verwenden oder vim nachinstallieren (pacman -S vim)


14.) Sound: installiere ALSA

Bevor wir wir jedoch ALSA installieren benötigen wir folgedne Info …

cat /proc/asound/modules

(Ausgabe: z.B. 0 snd_intel8x0)


… und editieren anschließend folgende Datei, um unsere Sound-Karte hinzuzufügen.

vim /etc/modprobe.d/modprobe.conf

(z.B. options snd slots=snd-intel8x0,snd-pcsp)


Nun können wir Alsa installieren …

pacman -S alsa-utils alsa-oss

… danach starten wir “alsamixer” als normaler User (nicht root) …

su USERNAME
alsamixer


arch_linux_install_18
arch_linux_install_18


… mit [ESC] beenden wir alsamixer und werden wieder root [Strg + D] (logout USERNAME -> zurück zu root) und speichern diese Einstellungen mit dem folgendem Befehl ab.

alsactl store


Nun müssen wir den Dienst noch in der Konfig eintragen, so dass Alsa auch gestartet wird.

vim /etc/rc.conf
[...]
DAEMONS=(syslog-ng network netfs crond alsa)
[...]


weitere Infos zu ALSA: https://wiki.archlinux.org/index.php/ALSA


15.) Desktop installieren: Xorg

Hier müssen wir als erstes Xorg per pacman installieren …

pacman -S xorg
Tipp: das Paket “mesa” wird ebenfalls benötig, falls du 3D-Effekte nutzen willst


… und wir müssen die Grafikkarten-Treiber installiern – ich habe dies per “Yaourt” installiert, da dieses Programm auch auf die “Arch User Repository” (https://wiki.archlinux.org/index.php/AUR) zurückgreifen kann. Wir schauen mit “lspci” nach welche Grafikkarte wir haben.

z.B.:

lspci | grep VGA

01:05.0 VGA compatible controller: ATI Technologies Inc RS880 [Radeon HD 4250]

Und installieren demensprechend den gewünschten Treiber, doch zuvor installieren wir noch “Yaourt” (http://archlinux.fr/yaourt-en#get_it) – die bereits erwähnten AUR-Pakete haben keinen Support, installation auf eigene Gefahr!

pacman -S base-devel
vim /etc/pacman.conf
[...]
[archlinuxfr]
Server = http://repo.archlinux.fr/x86_64
#Server = http://repo.archlinux.fr/i686
[...]
pacman -Sy yaourt
sudo yaourt ati amd | grep install

13 aur/catalyst-hook 10.12-1 [installed] (37)
23 aur/catalyst-utils 10.12-1 [installed] (147)

z.B.: suche Pakete für ATI:

yaourt -Ss ati amd
Tipp: yaourt – es wird zudem angezeigt, wie viele Leute das jeweillige Paket nutzen und welche Pakete nicht mehr aktuell sind

z.B.: installere Pakete für ATI:

yaourt -Sa catalyst-hook catalyst-utils
pacman -S kernel26 kernel26-headers
aticonfig --initial --input=/etc/X11/xorg.conf
vim /etc/X11/xorg.conf
[...]
Section "Device"
Identifier "aticonfig-Device[0]-0"
Driver "fglrx"
BusID "PCI:1:5:0"
Option "DRI" "true"
EndSection
[...]

weitere Infos zu Xorg: https://wiki.archlinux.de/title/Xorg

weitere Infos zu Nvidia: https://wiki.archlinux.de/title/Nvidia

weitere Infos zu ATI/AMD:https://wiki.archlinux.de/title/ATI


16.) Desktop installieren: Input

pacman -S xf86-input-keyboard xf86-input-mouse

ggf. muss bei Laptops noch folgendes Paket installiert werden …

pacman -S xf86-input-synaptics


17.) Desktop installieren: Gnome

pacman -S ttf-dejavu
yaourt -Sa ttf-ms-fonts

ggf. kann man auch noch die 3D-Effekte für Gnome installieren … (https://wiki.archlinux.org/index.php/Compiz)

pacman -S gnome gnome-extra gnome-system-tools
pacman -S compiz-fusion-gtk

Und noch ein neuer Dienst wird beim Boot gestartet…

Tipp: mit @ werden die Dienste im hintergrund ausgeführt
vim /etc/rc.conf
DAEMONS=(syslog-ng dbus hal network netfs crond alsa gdm)

Nun einmal neustarten und …

reboot

… zu guter letzt Compiz noch im autostart von Gnome unterbringen.

cd ~/.config/autostart/
vim compiz.real.desktop
[Desktop Entry]
Comment=
Name=compiz - 3D Desktop
Exec=/usr/bin/compiz --ignore-desktop-hints --replace move resize place decorati
Name[de_DE]=compiz - 3D Desktop
Comment[de_DE]=
Hidden=false
Type=Application
X-GNOME-Autostart-enabled=true


Nun sollte dein neues Linux-System “gdm” -> “Gnome” -> “Compiz” -> “Emerald” starten… und die Installation wäre somit geschafft. ;-)


18.) Optimierungen

Hier möchte ich kurz einige Dinge zeigen, welche nicht mehr zur Installation gehören! Wer weitere Hilfe benötig, sollte sich einmal das ArchLinux-Wiki genauer anschauen: https://wiki.archlinux.de/


neuer Kernel: (http://liquorix.net/)

sudo yaourt -Sa kernel26-lqx


NTFS-Unterstützung:

sudo yaourt -S ntfs-3g


Schlanke E-Mail Client + gute Plugins: (http://suckup.de/blog/2010/02/13/fast-mail-client-claws-mail/)

sudo yaourt -S claws-mail claws-mail-extra-plugins


Schneller Browser: (portiert von Ubuntu [ppa] zu ArchLinux)

sudo yaourt -Sa chromium-browser-ppa
sudo yaourt -Sa chromium-browser-l10n-ppa chromium-browser-inspector-ppa chromium-codecs-ffmpeg-extra-ppa


Eine neue Shell – alternative zu Bash: (http://suckup.de/blog/2010/09/17/zshrc/)

pacman -S zsh
chsh -s /bin/zsh `whoami`


Recompile Archlinux: (+CFlags)

sudo yaourt -Sa pacbuilder-svn


Nun müssen wir einige Prozessorspezifische Infos suchen, dazu müssen wir jedoch erst einmal wissen, welchen Prozessor wir genau haben…

cat /proc/cpuinfo

oder

sudo yaourt -Sa cpu-g

und hier findest du die Infos. :-)

http://en.gentoo-wiki.com/wiki/Safe_Cflags & http://www.gentoo.org/doc/en/gcc-optimization.xml


Mit dem nächsten Befehl, können wir schaue, welche FLAGS bisher gesetzt sind…

sudo grep -R CFLAGS /etc/

… und tragen die neuen FLAGS in der folgenden Datei ein.

vim /etc/pacbuilder.conf

z.B.:

[...]

CHOST="x86_64-pc-linux-gnu"
CFLAGS="-march=amdfam10 -O2 -pipe"
CXXFLAGS="${CFLAGS}"
LDFLAGS="-Wl,--hash-style=gnu -Wl,--as-needed"
#-- Make Flags: change this for DistCC/SMP systems
MAKEFLAGS="-j4"


Der nächste Befehl baut (compiliert) nun alle Pakete angepasst für dein System neu.

sudo pacbuilder -v --world
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  • Btom1990

    Dein Blog hängt jedes mal br HTML Codes an die Kommandozeilenbefehle,denke
    nicht,dass das so gewollt ist oder? :D

  • Vinic28

    “”Warum sollte man Arch Linux verwenden?

    Als erstes sei gesagt, dass diese Distribution nichts für Anfänger ist, ABER … kann man viel von diesem Linux-System lernen. Das “lernen” möchte ich an dieser Stelle noch einmal betonen, denn wer nichts über Linux lernen möchte und das System nur zum arbeiten nutzen möchte, der ist hier falsch.””

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dadurch das ich auch schon viele Distributionen testete, das es im Prinzip egal ist, welche Distribution man nutzt um Linux zu lernen. Das kann man auch mit dem ach so einfachem Ubuntu machen.

    Ich habe Arch Linux ebenfalls schon mal geschaut und bin letztlich davon abgegangen, weil es für mich vieles “verkompliziert”. Ausserdem hat man von dieser Distribution den selben Endeffekt wie bei jeder anderen Distribution auch. Man lernt letztendlich im großem und ganzem, wie man ein Arch Linux bedient. Dieses Wissen kann man aber besser in andere Distributionen übernehmen, weil trotz kleiner Unterschiede, irgendwie alle gleich sind ;)

    Deren Dokus nutze ich aber ganz gerne, für mein Slackware System. Praktisch, weil beide doch sehr ähnlich wirken, nur das Slackware weniger Schritte verlangt um ein funktionierendes System zu installieren.

    mfg

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken

    … manchmal mag ich WordPress – nicht! Danke für den Hinweis wurde geändert.

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken

    … aber mit Arch-Linux ist man schon ein wenig näher am System als z.B. mit Ubuntu. :-) Und wie du selber schon geschrieben hast, die meisten Befehle und Programme kann man auch auf anderen Distributionen nutzen.

  • Xr07453

    Hallo,

    Danke für Deinen ausführlichen Bericht. Sicher wird er einige Ubuntuusers anregen, mal über den Tellerrand zu schauen. Ich empfehle als weiterführende Literatur das ArchLinux-Wiki unter https://wiki.archlinux.org/index.php/Main_Page . Darin sind zu fast jeder wichtigen Software Schritt für Schritt Anleitungen zur Installation enthalten, die man sich vor der Konfiguration von Gnome o.Ä. mal durchlesen sollte.

    Die Ideen hinter Arch sind gut, aber es gibt Vor- und Nachteile:
    + Rolling Release: keine festen Versionen wie bei Ubuntu (aus meiner subjektiven Sicht einfacher)
    + sehr Ressourcen-sparend
    + Durch die zentrale Datei rc.conf und das sehr gute ArchWiki ist Arch sehr einfach zu pflegen.
    - Die Pakete der Paketverwaltung sind sehr sehr aktuell und daher leider oft instabil. Ich nutze nur aus diesem Grund Arch nicht mehr für den Produktivrechner.
    - Die Pakte der Paketverwaltung sind fast unkonfiguriert: Möchte man sich beispielsweise einen Apache Server installieren, so ist viel Initiative beim Schreiben der Config-Dateien notwendig.

    Mein Fazit: Debian Testing ist stabiler und daher meine Lösung mittig zwischen Ubuntu und Arch.

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken

    Danke für die zusätzlichen Infos zu “Arch Linux”!!! :-)

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken

    hier noch ein Bild von meinem ArchLinux + VirtualBox :-)
    -> http://www.flickr.com/photos/41342799@N05/5267156472/lightbox/

  • locke

    Hej, danke für den Kurzeinstieg :)
    Allerdings kann man yaourt auch ohne sudo aufrufen, was soweit ich weiß auch so gewollt ist.

    Ich nutze Arch nun schon ca. ein Jahr und bin damit sehr glücklich. Für mich war an deinem Beitrag besonders der letzte Punkt interessant. Wie sieht es da eigentlich mit updates aus? Wenn ich den Vorteil des selbst kompilierten Systems erhalten will, sollte ich jedes Paket nach dem Update nochmal selbst kompilieren oder?
    Ich sehe bei Arch nicht so ganz den Sinn des kompletten selbst-kompilierens. Da wäre ich doch mit Gentoo besser bedient oder?

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken

    jop, nach jedem Update ist die Optimierung durchs selber kompilieren wieder weg… aber es ist interessant, was man mit Arch Linux alles machen kann! ;-) Und Gentoo ist mir dann doch ein wenig zu zeitaufwendig, auch wenn Gentoo schneller als eine Binärdistribution ist… :-)

    PS: die meisten Optimierungen aus dem “SpeedUp Ubuntu” Blog-Post kann man auch unter Arch-Linux anwenden:

    ->http://suckup.de/blog/2010/12/24/speedup-ubuntu/

  • http://twitter.com/5in4 Dominik Seemann

    Hallo,
    habe den Artikel nur kurz überflogen, aber nichts zu cpufreq gefunden. Wäre vielleicht noch ganz gut, bei so einem ausführlichen Artikel.
    Ansonsten sind die testing-repos bei Arch wirklich mit Vorsicht zu genießen, damit kann man wirklich seine Installation lahmlegen.

    Schöne Grüße

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken

    werde noch eine Warnung zu den -> “testing-repos” <- im HowTo einfügen… und mal schauen ob ich "cpufreq/powernow" auch noch aufnehme, danke für den Hinweis…

  • Kinghol

    Hallo,
    ja war ein echt guter Artikel, besonders so die Rechte für sudo zu setzen hab ich noch nicht gesehen, gleich mal ausprobieren, denn bisher hat die Konfiguration mittels visudo nie geklappt

  • Anno

    BuchTipp: http://www.schreibdichte.de/
    Sudo NICHT mit nano konfigurieren, sondern visudo: https://wiki.archlinux.org/index.php/Sudo#Configuration

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken
  • http://twitter.com/ChristophLSA Christoph

    Ich benutze ArchLinux nun mehr als ein halbes Jahr (jetzt auf dem Laptop, Netbook und PC) und will nicht mehr davon weg. Dass es nicht stabil ist kann ich nicht bestätigen. Habe jetzt viel weniger Probleme als bei Ubuntu (war meine Distro für paar Jahre). Gerade weil die Arch Leute nichts in den Packages reinpatchen, ist man nicht auf diese Patches angewiesen und man bekommt immer das neuste. Bei Ubuntu war es bei manchen Paketen so, dass die Bugs erst in der nächsten Ubuntu Version behoben wurden.

    Hat jemand eigentlich auch den Bug, dass dieses schwarz werden des Bildschirms bei Inaktivität nicht unterbrochen werden kann (durch Maus bewegen etc.)? Habe ich irgendwie auf allen drei Systemen – aber die sind auch annähernd gleich eingerichtet.

    Naja und bei meinem Netbook hüpft beim Start immer das Panel seit dem ich da ne SSD drin habe. Also verschwindet, wieder da, verschwindet, wieder da… bis es irgendwann fertig ist. Aber auch nicht immer…

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken

    der Bug mit dem schwarz werden des Bildschirms ist bereits gemeldet…
    -> https://bugzilla.redhat.com/show_bug.cgi?id=612620

  • http://twitter.com/ChristophLSA Christoph

    Ah danke. Habe es mit dem Patch im Ticket kompiliert und es funktioniert. :D

  • Guest

    Arch Linux ist eigentlich nie instabil…, es nutzt die neuesten stabilen Pakete, deswegen sucht man z.B. compiz0.9 in den offiziellen Repos vergebens, im AUR gibt es es natürlich ;)

    Im AUR gibt es eigentlich alles, ähnlich wie bei den Fremdquellen unter Ubuntu… meiner Meinung nach nur besser umgesetzt, da man alles durchsuchen kann und nicht eine bestimmte Quelle kennen muss.

  • Guest

    Guter Artikel!

    Nur ein paar kleine Anmerkungen:
    - die Paketgruppe base-devel kann man schon während der Installation mitinstallieren, genauso wie sudo
    - es gibt Chromium in den offiziellen Quellen, wieso da dann ein Paket aus dem AUR verwenden, wenn es nicht unbedingt die beta oder dev Version ist?
    - Hat es für dich einen Geschwindigkeitsboost gebracht, Arch neu zu kompilieren? Meiner Meinung nach ist Arch von sich aus schon schnell und das bisschen merkt man eh nicht mehr ;)

    Für weitere Hilfe ist vor allem auch das englischsprachige Wiki (eines bzw. das umfangreichste Linuxwiki überhaupt) und das deutsch bzw. englischsprachige Forum einen Blick wert!

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken

    Wer “Arch Linux” mit verschlüsseltem LVM installieren möchte, findet hier ein passendes HowTo -> http://www.loggn.de/arch-linux-installation-mit-verschluesseltem-lvm/ :-)

  • lukrass

    tipp: bevor ihr “/arch/setup” eingebt, probiert es mal mit “km” um die keyman zu ändern. :)

  • mox

    chmod o+w /etc/sudoers
    vi /etc/sudoers
    chmod o-w /etc/sudoers
    su USERNAME
    sudo su

    Statt /etc/sudoers direkt zu bearbeiten sollte man lieber “visudo” benutzen, das prüft vor dem Speichern die Syntax und verhindert, dass man sich so den sudo zerschießt.

    Gruß,
    mox

  • http://suckup.de/ Lars Moelleken
  • http://suckup.de/ Lars Moelleken

    /dev/radio: http://ulm.ccc.de/dev/radio/detail?id=183

  • rentner_09

    Welches Arch verwendest Du? Bei mir ist von bunten Menüs nix zu sehen, ich habe alles im Textmodus eingegeben. Nur nach der Installation – noch ohne Desktp ist Anfangs ein Menü zu shen???

  • Lorlen

    Gerade wenn man die Pakete erst noch selber konfigurieren muss lernt man sie doch erst richtig kennen!! Das würde ich nicht als minus Punkt ansehen…