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Webserver beschleunigen

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5.) Webserver beschleunigen

5.1) Apache-Module deaktivieren


Ggf. kann man auch einige Module (Erweiterungen) von Apache abschaltet, wer z.B. auf seiner Webseite gar keine SSL-Verschlüsselung verwendet, könnte das entsprechende Modul deaktivieren.

a2dismod  ssl
/etc/init.d/apache2 restart

Die momentan aktiven Erweiterungen kann man unter “/etc/apache2/mods-enabled/” einsehen, die installierten Erweiterungen sind unter “/etc/apache2/mods-available/” zu finden.

Dynamische Seiten:
mod_log_config erlaubt die access_log-Dateien in div. Formaten.
- mod_cgi braucht man, wenn man CGI zulassen will.
mod_suexec erlaubt CGIs als ein bestimmter User zu laufen.
mod_perl braucht man nicht um Perl als CGI auszuführen!
mod_php5 ist schneller als suphp (aber nicht so sicher).
mod_suphp führt php Skript mit den Rechten des entsprechenden webs aus.
mod_include erlaubt die Verwendung von SSI.

URL-Manipulationen:
mod_alias braucht man zum Einblenden von virtuellen Verzeichnissen.
mod_rewrite erlaubt URL-Manipulationen, kostet aber Performance.
mod_autoindex & mod_dir erlauben eine Navigation ohne index.html
mod_userdir erlaub User-URLs mit z.B.: www.huschi.net/~huschi/
mod_negotiation analysiert Accept-Anfragen.
mod_vhost_alias erlaubt das Anlegen von virtuellen Hosts.

Environment- & Header-Manipulation:
mod_mime setzt automatisch den richtigen Header anhand der Dateiendung.
mod_env & mod_setenvif erlauben die modifizierung von ENV-Variablen.
mod_expires erlaubt die HTTP-Header Manipulation des Expires-Date (Verfall-Zeit).
- mod_ssl erlaubt die Verwendung von SSL (https).

Zudem kann man folgende Option in der Apache-Konfiguration ändern, so dass man DNS-Lookups reduziert.

vim /etc/apache2/apache2.conf

HostNameLookups off

5.2) Reverse Proxy (Nginx)

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Wir wollen unsere Webseite mal wieder ein wenig beschleunigen, dies können wir auf verschiedenen Wegen bewerkstelligen, heute beschäftigen wir uns mit dem Reverse-Proxy vor einem Webserver, in diesem Beispiel nutzen wir für diesen Zweck Nginx + apache2. Der große Vorteil von einen Proxy vor dem Webserver ist, dass mehrere Anfragen gleichzeitig gestellt werden könne, um die Performance von statischen Daten zu steigern. Die Anfragen an dynamische Inhalte werden dann noch immer an einen zweiten bzw. an mehrere Webserver, hinter dem Proxy weitergereicht.

Wer sich jetzt fragt, warum man nicht komplett auf Nginx umsteigen sollte, da die Benchmarks zeigen, dass dieser schneller ist als der Apache Webserver, derjenige hat nicht bedacht, dass bei diesen Tests nur die Reaktionen des Webservers auf eine gewisse Anzahl von Anfragen geprüft wird, wenn man jedoch mit “nginx + fcgi” viele php-Dateien verarbeiten möchte, ist ein “apache + mod_php” schneller, zudem kann man diese Daten z.B. mittels eAccelerator zusätzlich cachen, was die Geschwindigkeit von php-Daten noch einmal positiv beeinflusst.

Update: Inzwischen konnte ich die ganzer Sache ausgiebig testen und setzte momentan eine Kombination aus “Varnish” + “Nginx” + “php5-fpm” (+ xcache) ein, so werden die Seiten von Varnish zwischengespeichert alle neue Anfragen von Nginx entgegengenommen, Bilder etc. sofort ausgeliefert und PHP-Anfragen an einen laufendem PHP-Daemon weitergereicht, jedoch erst-einmal zurück zum Beispiel mit Nginx als Reverse-Proxy…

Als Lösung für diese Problem habe ich mir einen Nginx-Proxy gebastelt, der statische Daten (Bilder…) ausliefert und diese zusätzlich für 24 Stunden zwischenspeichert, alle andern dynamischen Inhalte (php,cgi…) werden sofort an apache durch-gereicht. In diesem Beispiel laufen sowohl der Proxy als auch Apache auf einem Server.
reverse_proxy

5.2.1.) Apache auf einem neuen Port laufen lassen

Folgende Datei öffnen…

vim /etc/apache2/ports.conf

…Port “80″ durch z.B. “127.0.0.1:8080″ ersetzen.

!!! Wichtig ist hier, darauf zu achten, dass der Apache selber nicht mehr über eine Öffentliche IP-Adresse erreichbar ist. !!!

Ggf. helfen dir die folgenden Zeilen weiter, um alle Einträge in einer Datei zu Ändern (mit vi / vim).

:%s/^80/127.0.0.1:8080/g

:%s/SERVER_IP_ADRESSE:80/127.0.0.1:8080/g

SERVER_IP_ADRESSE muss nun noch mit der IP-Adresse des Servers ersetzte werden und anschließend musst du den Apache Webserver noch neu-starten. Ggf. müssen noch weitere Dateien von Apache angepasst werden.

Mit dem folgendem Befehl kannst du prüfen, ob noch weitere Einträge (Port 80) in der Apache Konfiguration sind.

/bin/grep -wr 80 /etc/apache2/


5.2.2) Ggf. ISPConfig anpassen

Falls du z.B. ISPConfig installiert hat, werden wie Änderungen am Apache Webserver, bei der nächsten Änderung über die Admin-Oberfläche wieder verworfen, daher müssen wir das Template von ISPConfig dementsprechend anpassen.

vim ~/ispconfig/isp/conf/vhost.conf.master

NameVirtualHost 127.0.0.1:8080


5.2.3.) Reverse-Proxy: nginx installieren & konfigurieren

aptitude install nginx
vim /etc/nginx/nginx.conf
user www-data;
worker_processes 4;
worker_rlimit_nofile 3000;
pid /var/run/nginx.pid;

# [ debug | info | notice | warn | error | crit ]
error_log /var/log/nginx/error.log;

#google_perftools_profiles /tmp/profile/;

events {
        worker_connections 2048;
        # use [ kqueue | rtsig | epoll | /dev/poll | select | poll ] ;
        use epoll;
        multi_accept on;
}

http {
        server_names_hash_bucket_size 64;

        ## Size Limits
        client_max_body_size        10M;
        client_header_buffer_size   32k;
        client_body_buffer_size     128k;
        large_client_header_buffers 64 8k;

        ## Timeouts
        client_body_timeout   3m;
        client_header_timeout 3m;
        send_timeout          3m;
        #expires              24h;
        keepalive_timeout     120 120;

        ## General Options
        ignore_invalid_headers   on;
        keepalive_requests       100;
        limit_zone normal $binary_remote_addr 5m;
        recursive_error_pages    on;
        sendfile                 on;
        server_name_in_redirect  off;
        server_names_hash_max_size 512;
        server_tokens            off;
        set_real_ip_from 127.0.0.1;
        real_ip_header X-Forwarded-For;

        ## TCP options
        #tcp_nopush on;
        tcp_nodelay off;
        #send_lowat 12000;

        include mime.types;
        default_type application/octet-stream;

        access_log /var/log/nginx/access.log;

        log_format main '$remote_addr - $remote_user [$time_local] $status '
        '\"$request\" $body_bytes_sent \"$http_referer\" '
        '\"$http_user_agent\" \"http_x_forwarded_for\"';

        ## Cache
        open_file_cache max=1000 inactive=24h;
        open_file_cache_valid    24h;
        open_file_cache_min_uses 2;
        open_file_cache_errors   on;

        ## Compression
        gzip              on;
        gzip_static       on;
        gzip_disable      "MSIE [1-6]\.";
        gzip_buffers      32 8k;
        gzip_comp_level   5;
        gzip_http_version 1.0;
        gzip_min_length   0;
        gzip_proxied      any;
        gzip_types text/plain text/css text/xml text/javascript application/json application/xml application/xml+rss application/x-javascript image/x-icon application/x-perl application/x-httpd-cgi;
        gzip_vary         on;

        output_buffers   10 128k;
        postpone_output  1500;

        # Beispiel: Loadbalance
        #upstream webbackend  {
                #ip_hash;
                #server web1.domain.lan weight=10 max_fails=3 fail_timeout=30s;
                #server web2.domain.lan weight=1 backup;
        #}
        # Beispiel: Reverse-Proxy
        #server {
                #access_log  /var/log/nginx/access.proxy.log main;
                #error_log   /var/log/nginx/error.proxy.log;
                #listen      80;
                #server_name _;

                ## PROXY - Web
                #location ~ \.php$ {
                        #proxy_cache            cache;
                        #proxy_pass  http://127.0.0.1:8080;
                #}
        #}

        # Beispiel: HTTP Server (sollte jedoch besser unter /etc/nginx/sites-available/ angelegt werden)
        #server {
                #listen       8000;
                #listen       somename:8080;
                #server_name  somename  alias  another.alias;

                #location / {
                        #root   html;
                        #index  index.html index.htm;
                        #}
                #}

        # Beispiel: HTTPS Server (sollte jedoch besser unter /etc/nginx/sites-available/ angelegt werden)
        #server {
                #listen       443;
                #server_name  localhost;

                #ssl                  on;
                #ssl_certificate      cert.pem;
                #ssl_certificate_key  cert.key;

                #ssl_session_timeout  5m;

                #ssl_protocols  SSLv2 SSLv3 TLSv1;
                #ssl_ciphers  ALL:!ADH:!EXPORT56:RC4+RSA:+HIGH:+MEDIUM:+LOW:+SSLv2:+EXP;
                #ssl_prefer_server_ciphers   on;

                #location / {
                #root   html;
                #index  index.html index.htm;
                #}
        #}

include /etc/nginx/proxy.conf;
include /etc/nginx/sites-enabled/*.conf;
}
vim /etc/nginx/proxy.conf
proxy_buffering            on;
proxy_cache_min_uses       3;
proxy_cache_path           /usr/local/nginx/proxy_cache/ levels=1:2 keys_zone=cache:10m inactive=24h max_size=1000M;
proxy_cache                cache;
proxy_cache_valid          200 24h;
proxy_cache_use_stale      error timeout invalid_header updating http_500 http_502 http_503 http_504;
proxy_ignore_client_abort  off;
proxy_intercept_errors     on;
proxy_next_upstream        error timeout invalid_header;
proxy_redirect             off;
proxy_set_header           Host            $host;
proxy_set_header           X-Real-IP       $remote_addr;
proxy_set_header           X-Forwarded-For $proxy_add_x_forwarded_for;
proxy_buffers              32 1M;
proxy_busy_buffers_size    31M;
proxy_temp_file_write_size 30M;
proxy_buffer_size          30M;
proxy_connect_timeout      90;
proxy_send_timeout         90;
proxy_read_timeout         90;
proxy_ignore_headers       Expires Cache-Control;
mkdir /usr/local/nginx/proxy_cache/
chown -R www-data:www-data /usr/local/nginx/proxy_cache/

Link:
wiki.nginx.org/NginxHttpProxyModule

/etc/init.d/apache2 restart
/etc/init.d/nginx restart

Nginx läuft nun auf Port 80 und nimmt die Anfragen von Client an und der Apache wartet auf die weitergeleiteten Anfragen von Reverse-Proxy.

Bei mir hat der cache (Zwischenspeicherung) jedoch Probleme verursacht, so dass Captcha’s nicht mehr funktioniert haben, daher habe ich diesen im Nachhinein abgeschaltet.


Links:
www.joeandmotorboat.com/2008/02/28/apache-vs-nginx


5.2.4.) Logfiles korrigieren

Nun stehen wir noch vor dem Problem, dass im Logfile von apache die IP-Adresse vom Reverse-Proxy auftauscht und zwar nur noch diese, um dies zu umgehen installieren wir nun noch folgendes…

aptitude install libapache2-mod-rpaf

Nun noch folgendes in den Vhost-Einträgen bzw. in dem ISPConfig Template ergänzen.


RPAFenable On
RPAFsethostname On
RPAFproxy_ips 127.0.0.1

/etc/init.d/apache2 reload

…und schon haben wir einen Reverse-Proxy (“Apache” + “Nginx”) installiert. Unter Punkt 5.3 zeige ich wie du ganz auf Nginx setzten kannst und somit nicht zwei Webserver, betreiben & konfigurieren musst.

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  • Michi

    also ich hab die tage nginx als reverse proxy zu apache2 installiert. funktioniert alles ganz gut, nur hab ich probleme mit den trailing-slashes bei den url´s!
    werden die seiten die in einen ordner zeigen ohne trailing-slash aufgerufen bekommt man einen error. ich weiss wie mans beim indianer behebt, aber bei nginx als reverse proxy bin ich komplett ratlos!

    hoffe ihr könnt mir helfen, bitte?!
    lg michi